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Teures Kopenhagen: 8 Dinge, die du kostenlos tun kannst

„In Kopenhagen gibt es ‚Günstig‘ nicht!“, sagte Jarod, unser Guide bei der kostenlosen Stadtführung. Und eigentlich hatte er Recht: Kopenhagen ist wirklich teuer. Daran ändern leider auch die günstigen Flüge nichts, mit denen man in die Hauptstadt Dänemarks fliegen kann. Mit welchen Programmpunkten ihr bei einem Trip nach Kopenhagen euer Budget schont, verrate ich euch hier.

1. Vom Turm von Christiansborg die ganze Stadt überblicken

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Der Aufgang zum „Runden Turm“ in Kopenhagen kostet 3,50 Euro, der Aufgang zum Turm der „Vor Frelsers Kirke“ sogar knapp 6 Euro. Dieses Geld könnt ihr euch wirklich sparen. Eine grandiose Aussicht habt ihr auch vom Turm von Christiansborg aus. Christiansborg ist der Sitz des Dänischen Parlaments und die Anlage verfügt mit 106 Metern über den höchsten Turm der Stadt.

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Von hier oben überblickt ihr die ganze Stadt und nach Osten seht ihr bei gutem Wetter auch die Öresundbrücke und am Horizont könnt ihr Malmö in Schweden erahnen. Auf den Turm von Christiansborg zu gehen ist komplett kostenlos. Wobei „gehen“ trifft es nicht – denn ihr müsst noch nicht einmal Treppen steigen. Ein Aufzug fährt euch ganz bequem nach oben. Runter könnt ihr dann über 136 Stufen auch zu Fuß laufen. Da der Turm zum Parlamentsgebäude gehört, müsst ihr vor dem Hoch fahren durch einen kurzen Sicherheitsscan wie am Flughafen.

2. Bei der Free Walking Tour einen Überblick über die Stadt bekommen

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Wie in vielen europäischen Städten gibt es auch in Kopenhagen eine kostenlose Stadtführung. Der Vorteil: Die Guides leben von eurem freiwilligen Trinkgeld am Ende der Führung und sind so besonders motiviert, eine gute Stadtführung abzuliefern. In Kopenhagen gibt es zwei verschiedene Anbieter, die aber gemeinsam zur selben Zeit am selben Ort starten.

Täglich um 11 Uhr sammeln sich auf dem Rathausplatz ein paar rote und grüne Schirme, unter denen jeweils ein Guide steht. Von hier aus lauft ihr nach Christiansborg, seht den schnuckeligen Hafen-Kanal Nyhavn und wenn euer Guide ein gutes Timing hat, bekommt ihr sogar noch etwas vom Wachwechsel am Schloss Amalienborg mit (siehe Punkt 6).

3. Den Straßenkünstlern auf der Strøget applaudieren

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Die Strøget ist die ewig lange Einkaufsstraße Kopenhagens. Hier gibt es alles, was es auf jeder x-beliebigen Einkaufsstraße Europas auch gibt: H&M, ZARA, Souvenirläden. Das wirklich Spannende findet auf der Straße statt: Hier zeigen Straßenkünstler, was sie drauf haben.

Ich habe zum Beispiel „IAmBasketballMan“ bei einer echt guten Basketball-Artistik-Show zugeguckt. Natürlich freuen sich die Künstler nach ihren Shows über eine kleine Spende, aber das könnt ihr ja selbst anhand der Show-Qualität entscheiden.

4. Sich im Palmenhaus des Botanischen Gartens wie im Urwald fühlen

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Ganz abgesehen davon, dass der “Botanisk Have” an sich schon wunderschön ist, müsst ihr unbedingt in das Glasgebäude an der Nordwest-Seite des Parks hineingehen! Das Kühlhaus mit arktischen Pflanzen, von dem Lena hier geschrieben hat, habe ich zwar auch nicht gefunden – aber das „Palmenhus“ war ein gerne genommener Ersatz! Hier fühlt ihr euch kurz mal ein paar Tausend Kilometer in die Nähe des Äquators gebeamt. Hier wachsen bei vollkommen undänischen Temperaturen Palmen, Mango- und Kakaobäume.

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Überseht auf keinen Fall die schmale weiße Wendeltreppe, über die ihr ins „Dachgeschoss“ des Palmenhauses gelangt und die beeindruckenden Pflanzen von oben betrachten könnt. Achtung: Das Palmenhaus ist täglich nur von 10 bis 15 Uhr geöffnet, im Winter ist es montags ganz geschlossen.

5. Beim Spaziergang durch Christiania in eine andere Welt eintauchen

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Christiania ist eine autonome Freistadt, mitten in Kopenhagen. Seit den 70er Jahren leben hier Hippies und Alternative nach ihren eigenen Regeln, die Stadt wird von Dänemark geduldet. Auf der berüchtigten „Pusher Street“ herrscht Foto-Verbot, weil in den kleinen Baracken Haschisch den Besitzer wechselt.

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Abgesehen davon lohnt sich ein gemütlicher Spaziergang durch Christiania aber vor Allem, weil ihr nach dem Durchqueren der „Stadttore“ plötzlich in einer komplett anderen Welt seid. Tipp: Im Café „Månefiskeren“ (dem einzigen alkoholfreien Café in ganz Christiania) bekommt ihr Kaffee und Tee für je 10 Kronen. Preishit in Kopenhagen!

6. Beim Wachwechsel vor Schloss Amalienborg royales Feeling genießen

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Was London kann, kann Kopenhagen schon lange – es ist nur nicht so bekannt. Jeden Tag um 12 Uhr mittags findet vor dem Schloss Amalienborg der dänischen Königsfamilie der Wachwechsel der royalen Garde statt. Wie pompös dieser ausfällt, hängt davon ab, welche Royals gerade zu Hause sind.

Wenn die Königin gerade im Palast wohnt, gibt es die „königliche Wachablösung“, sind nur ihr Mann oder die Kinder anwesend, gibt es die „Leutnant-Wachablösung“ und wenn gar kein Familienmitglied in Amalienborg ist, findet nur die kleinste, die „Palastwachablösung“ statt.

Wenn ihr noch mehr royales Feeling wollt, lauft schon für 11:30 Uhr zum Schloss Rosenborg. Von hier startet die Parade der Gardisten und ihr könnt zum Schloss Amalienborg mitlaufen.

7. Im LEGO-Store noch einmal zum Kind werden

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Auf der Strøget gibt es einen Laden, in den ihr auf jeden Fall reingehen müsst. Obwohl LEGO in Dänemark erfunden wurde und nach wie vor produziert wird, gibt es im ganzen Land nur einen einzigen LEGO-Store. Rund 250 km östlich von Billund, der LEGO-Heimatstadt, könnt ihr euch mal wieder wie ein Kind fühlen.

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Auch ohne etwas kaufen zu wollen, lohnt es sich, hier einmal hineinzugehen. Im Eingangsbereich des Ladens stehen riesige LEGO-Figuren, und wenn ihr euch durch die anderen Besucher bis nach hinten durchquetscht, könnt ihr euch eine Miniatur-Version des Kopenhagener Nyhavns anschauen.

8. Im Dänischen Nationalmuseum die Geschichte des Landes erkunden

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Man kann Museen mögen, man kann Museen nicht mögen. Meine Begeisterung dafür ist eher klein, aber wenn es ein riesiges kostenloses Museum gibt, muss ich da hin! Das Dänische Nationalmuseum ist ganz in der Nähe von Christiansborg und zeigt in verschiedenen Ausstellungen die Geschichte Dänemarks.

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Wenn ihr auf Wikinger steht, lauft durch die „Danish Prehistory“-Ausstellung. Hier gibt es auch eine rund 2000 Jahre alte Leiche zu sehen (Raum 18). Im zweiten Stock des Museums gibt es auch eine der Hasch-Buden aus Christiania. Ja, auch das gehört zur Geschichte des Landes. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

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Über den Autor

Stefan

Ich arbeite beim Radio, studiere Online-Journalismus und liebe es, Geld zu sparen. Auf diesem Blog lasse ich euch an meinen Reisen teilhaben, bei denen ich immer auf der Suche bin nach Möglichkeiten, Geld zu sparen oder kostenlose Dinge zu erleben.
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