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3 typische Kostenfallen im Urlaub und wie du sie umgehst

Dass Reisen nicht teuer sein muss, beweise ich euch mit meinem Blog. Oft höre ich aber auch den Satz „Im Urlaub gönnt man sich ja auch mal was!“ Klar, man muss nicht zum absoluten Geizhals werden. Es gibt aber ein paar typische Kostenfallen, in die ihr bei einer Reise schnell reintappt. Heute will ich euch drei dieser Fallen zeigen und erklären, wie ihr sie umgeht.

Kostenfalle 1: Parken am Flughafen

Foto: Fraport AG Fototeam, Andreas Meinhardt
Die erste Kostenfalle lauert schon, bevor eure Reise überhaupt richtig losgegangen ist. Irgendwie muss man ja zum Flughafen kommen und wenn ihr nicht das Glück habt, in einer Stadt mit FLughafen zu wohnen und mit dem ÖPNV anreisen könnt, bleibt euch oft nichts anderes, als mit dem Auto anzureisen und am Flughafen zu parken. Und das kann schnell ganz schön teuer werden.

Eine Woche Parken kostet zum Beispiel im jeweils günstigsten Tarif am Kölner oder Frankfurter Flughafen 59 Euro, in München und Berlin-Schönefeld 69 Euro, in Hamburg 70 Euro. Alleine für das Abstellen des Autos so viel zahlen wie für einen Mittelstrecken-Flug? Zum Glück gibt es seit einiger Zeit an vielen Flughäfen eine Alternative.

Günstiger: In der Umgebung parken

Immer mehr Anbieter mieten in direkter Umgebung der Flughäfen Parkflächen an und kombinieren diese mit einem Shuttle-Service direkt zu den Terminals. Ich habe schon einige Male über den Anbieter Airparks* am Flughafen Frankfurt-Hahn und in Köln/Bonn geparkt.

Ihr bucht den Parkplatz vorab online, erhaltet dann eine Buchungsbestätigung mit der genauen Adresse des Parkplatzes und der Handynummer des Shuttle-Fahrers. Seid ihr am Parkplatz angekommen und der Shuttle-Fahrer ist gerade unterwegs, ruft ihr ihn kurz an und meldet euch an. Ich musste bisher nie mehr als 10 Minuten warten, bis ich zum Terminal gefahren wurde. Der Transfer dauert meist auch nur wenige Minuten.

So könnt ihr in Köln* oder Frankfurt* zum Beispiel bei Airparks über 20 Euro gegenüber dem Flughafen-Tarif sparen, auch in Berlin-Schönefeld* sind Airparks und McParking 20 Euro günstiger. In München* parkt ihr sogar für nur 37 Euro – das entspricht 46% Ersparnis. Gönnt euch für das Geld doch lieber ein leckeres Abendessen im Urlaub!

Kostenfalle 2: Restaurants an den Touri-Hotspots

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Wenn wir schon ans Abendessen denken, lauert gleich die nächste Kostenfalle. Sitzt ihr bei einem Urlaub am Meer gerne in einem Restaurant direkt an der Strandpromenade? Oder bei einem Städtetrip direkt an einer zentralen Straße? Das ist okay, aber im Zweifelsfall weder günstig noch besonders gut.

Ich habe schon oft gravierende Preis-Unterschiede bemerkt, wenn man nur ein paar Straßen vom touristischen Zentrum weggeht. Am krassesten ist mir dieser Effekt letzten Sommer auf Kreta aufgefallen. An der Strandpromenade reihte sich ein Touri-Restaurant an das nächste, Werbeschilder boten ein Menü aus Salat, Hauptgericht und Wein für 23 Euro an. Pro Person.

Über 60% beim Essen gespart

Gerade einmal 500 Meter vom Strand weg entdeckten wir ein kleines Restaurant, in dem keine Touristen saßen. Hier bekamen wir eine üppige Grillplatte mit Pommes für zwei Personen plus einen halben Liter Wein für nur 17 Euro. Für zwei Personen!

Investiert in die Restaurant-Suche unbedingt ein paar Minuten mehr und verlasst die touristischen Hotspots. Ein Blick auf Tripadvisor kann auch nie schaden, um Tourifallen mit hohen Preisen und mieser Qualität zu entgehen. Euer Portemonnaie und im besten Fall auch euer Magen werden dankbar sein!

Kostenfalle 3: Datenroaming im Ausland

Foto: flickr/mythoto
Die schönste und günstigste Allnet-Flat bringt euch leider gar nichts mehr, sobald ihr die Grenzen Deutschlands überquert. Wer seinen deutschen Tarif im Ausland nutzt, läuft Gefahr, Unmengen Geld zu bezahlen. Ich kann es kaum erwarten, dass wir endlich 2017 haben. Dann wird das Roaming nämlich zumindest innerhalb der EU abgeschafft. Ab dem 15. Juni 2017 können wir unsere Flats oder Inklusiv-Minuten im EU-Ausland genauso nutzen wie in Deutschland. Immerhin etwas.

Bis es soweit ist und natürlich auch bei einer Reise außerhalb der EU solltet ihr tunlichst darauf achten, welcher Auslands-Tarif bei euch voreingestellt ist. Dies könnt ihr in der Regel im Online-Kundenbereich eures Mobilfunk-Anbieters überprüfen.

Datenroaming komplett deaktivieren

Besonders teuer wird es, wenn ihr im Ausland aus Versehen das mobile Internet nutzt. Und das kann schnell passieren: Viele Apps haben im Hintergrund Kontakt mit dem Internet, ohne dass ihr aktiv zum Beispiel euer Mail-Programm öffnen müsst.

Um zu verhindern, dass ihr gleich nach dem Deaktivieren des Flugmodus viele Euro zahlen müsst, solltet ihr in den Einstellungen eures Smartphones das Datenroaming komplett deaktivieren. Beim iPhone geht das über Einstellungen – Mobiles Netz – Datenroaming, unter Android wählt ihr Einstellungen – Drahtlos & Netzwerke – Mehr… – Mobilfunknetze – Daten-Roaming. So kappt euer Handy automatisch alle Verbindungen ins Netz, sobald ihr ein Netz im Ausland benutzt.

In welche Kostenfalle seid ihr im Urlaub schon einmal getappt? Ich freue mich über eure „Warn-Hinweise“ in den Kommentaren!


*Partner-Link: Wenn du über diesen Link etwas buchst/bestellst, erhalte ich vom Anbieter eine kleine Provision. Du zahlst deshalb nicht mehr.

Über den Autor

Stefan

Ich bin die letzten vier Monate als Crew-Mitglied auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt gefahren, habe davor Online-Journalismus studiert und beim Radio gearbeitet und liebe es, Geld zu sparen. Auf diesem Blog lasse ich euch an meinen Reisen teilhaben, bei denen ich immer nach Möglichkeiten suche, Geld zu sparen oder kostenlose Dinge zu erleben.
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