5 Mal das Beste in Montreal – Natur, Aussicht, Café und mehr

Dass ich bei einer Reise durch Nordamerika plötzlich „Bonjour“ und „Merci“ sagen würde, war mir vorher nicht bewusst. Doch Straßenschilder, Speisekarten und die Amtssprache in Montreal sind tatsächlich Französisch. Aber keine Sorge: Ihr seid in Kanada, jeder hier spricht auch Englisch – in dieser Region aber mit französischem Akzent. In diesem Artikel verrate ich euch fünf Tipps für euren Aufenthalt in Montreal.

Die beste Natur: Mont Royal – 0 Euro


Den Besuch des Mont Royal als Geheimtipp zu bezeichnen, wäre wirklich unangebracht. Nennen wir es lieber einen „Wenn-ihr-in-Montreal-seid-müsst-ihr-da-unbedingt-unbedingt-unbedingt-gewesen-sein“-Tipp. Der „Hausberg“ und Namensgeber von Montreal muss auf jeden Fall auf eure To-Do-Liste. Mein Tipp: Plant genügend Zeit ein, man kann hier wunderbar stundenlang durch die Natur schlendern. Ich selbst hatte bei meinem Besuch nur rund zwei Stunden Zeit und war wirklich traurig, dass ich so früh wieder gehen musste.

Der Mont Royal liegt nah an der Stadt, vom Hafen und der Altstadt aus benötigt ihr zu Fuß etwa eine Stunde. Wenn ihr es bequemer wollt und euch eure Energie lieber für den Aufstieg aufbewahrt, nehmt den Bus. Die Linien 55 und 129 fahren euch aus dem Stadtzentrum zum Berg. Eine Einzelfahrt kostet gerade mal 3,25 CAD (ca. 2,20 EUR). Oder ihr nehmt euch ein Leih-Fahrrad (siehe unten). Direkt östlich vom Mont Royal ist eine Station, an der ihr die Räder abstellen könnt.

Auf dem Weg nach oben könnt ihr entweder den serpentinen-artigen Hauptweg laufen, dort kommen euch aber nicht nur Unmengen anderer Läufer, Radfahrer und Spaziergänger entgegen, sondern auch mal ein Jeep der Umweltbehörde. Lauft lieber querfeldein, kleine Trampelpfade sind teilweise offiziell ausgeschildert und so versinkt ihr viel schöner im Wald auf dem Weg nach oben.


Als Ziel solltet ihr euch auf jeden Fall das Chalet du Mont Royal setzen, ein kleines Schlösschen, von dessen riesiger Terrasse ihr einen tollen Blick auf die Skyline von Montreal habt. Ich war im Oktober auf dem Berg und konnte die bunten Blätter des „Indian Summer“ genießen. Seid ihr im Sommer in Kanada, packt euch auf jeden Fall etwas zum Picknicken ein und genießt die Natur auf dem Mont Royal!

Das beste Café: Anticafé – 2,30 Euro


Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem Café, in dem wir Pancakes mit Ahornsirup essen können. Die gibt’s im Anticafé in der Nähe vom Place des Arts leider nicht. Trotzdem bin ich Fan dieses sehr besonderen Cafés direkt an der Haupteinkaufsstraße Montreals. „Anti“ ist hier noch gar kein Ausdruck, denn phentermine without prescription eigentlich ist das kein Café, sondern eine riesige WG. Von außen total unscheinbar geht es hinter der schwarzen Tür die Treppe nach oben und plötzlich habt ihr das Gefühl, in einer Hipster-WG in Berlin-Kreuzberg zu stehen. Insgesamt zehn Räume auf zwei Stockwerken sind vollgepackt mit Sofas, alten Tischen und Stühlen.

Das beste im Anticafé ist aber der Preis: Ihr zahlt hier nicht dafür, was ihr verzehrt, sondern für die Zeit, dir ihr dort verbringt. Die erste Stunde kostet 3 Kanadische Dollar, jede weitere 2 Dollar. Dafür könnt ihr euch in der WG-Küche (es sieht wirklich so aus!) bedienen: Es gibt Tee und Kaffee, selbstgemachte Eistee, Toasts, Kekse und anderes Gebäck.

Wenn ihr das Anticafé betretet, werdet ihr wahrscheinlich erst einmal genauso überfordert im Kücheneingang stehen wie wir. Aber keine Sorge: Fragt einfach den Mitarbeiter am Küchen-PC, er erklärt euch das System. Dann nehmt euch einen Kaffee, sucht euch einen gemütlichen Platz und genießt einfach die Zeit in diesem vollkommen untypischen Café!

Die beste Aussicht: Clocktower – 0 Euro


Über die 32 Dollar Eintritt, die ich in New York für das Empire State Building gezahlt habe, konnte ich in Montreal nur lachen. Zugegeben, der auf dem Quai de L’Horloge war nie das höchste Gebäude der Welt, statt eines Fahrstuhls bringen euch auch 192 Treppenstufen nach oben. Aber trotzdem habt ihr von hier eine tolle Aussicht auf die Skyline von Boston (von der anderen Seite als vom Mont Royal aus).


Ich wollte eigentlich nur eine Runde über die Pier spazieren und ein paar Fotos vom Clock Tower schießen. Doch dann entdeckte ich die offene Tür auf der Rückseite des Turms und ließ mir den Aufstieg natürlich nicht entgehen. Wenn ihr danach die 192 Treppenstufen wieder runtergegangen seid, könnt ihr auf den Bänken direkt neben dem Clock Tower mit Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom erst einmal eine Runde durchschnaufen.

Die beste Fortbewegung: Leih-Fahrräder – 3,50 Euro

Überall in Montreal sind verteilt, wie man es inzwischen auch in vielen deutschen Großstädten kennt. Anders als bei uns müsst ihr euch aber nicht erst aufwändig registrieren, um die Räder benutzen zu können. Ihr braucht einfach nur eure Kreditkarte.

Für 5 Kanadische Dollar könnt ihr die Räder einen ganzen Tag lang so oft ihr wollt für jeweils eine halbe Stunde benutzen. Klingt kompliziert, ist aber ein guter Deal: Ihr leiht die Räder an Station A aus, fahrt durch die Stadt und stellt sie nach maximal einer halben Stunde an Station B ab. Hier könnt ihr sofort wieder neue Räder ausleihen, mit denen ihr dann wieder eine halbe Stunde bis zu Station C fahren könnt und so weiter. In der ganzen Stadt gibt es 460 Stationen mit 5200 Fahrrädern. So kommt ihr effektiv den ganzen Tag durch die Stadt und zahlt umgerechnet weniger als 3,50 Euro.

Der beste Spaziergang: Altstadt bei Nacht – 0 Euro

Die Altstadt von Montreal ist schön, aber sind wir mal ehrlich: Jede Altstadt ist schön, aber irgendwie auch austauschbar. Wirklich besonders wird „“, wenn die Sonne untergegangen ist. In der gesamten Altstadt wurden Lampen und Scheinwerfer platziert, die die alten Gebäude besonders gut zur Geltung bringen. Auf den Stadtplänen, die ihr in den Tourist-Infos bekommt, ist eine spezielle „Lighting Tour“ eingezeichnet, der ihr folgen könnt, um die besondere Atmosphäre bei Nacht komplett genießen zu können.

Über den Autor

Stefan

Ich bin die letzten vier Monate als Crew-Mitglied auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt gefahren, habe davor Online-Journalismus studiert und beim Radio gearbeitet und liebe es, Geld zu sparen. Auf diesem Blog lasse ich euch an meinen Reisen teilhaben, bei denen ich immer nach Möglichkeiten suche, Geld zu sparen oder kostenlose Dinge zu erleben.
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